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Presseberichten
Rheinische Post
5. November 2016
InCantata schwelgte in Harmonie und Melodie
Barbara Mühlenhoff

Seit nunmehr zwei Jahren gibt es das Ensemble InCantata. Es besteht nicht nur aus Frauenstimmen, sondern widmet sich in besonderem Maße der Musikliteratur, die speziell für Frauenchor verfasst wurde. Und so kann InCantata mittlerweile nicht nur ein außergewöhnliches Repertoire, sondern auch immer volle Zuhörerreihen verzeichnen. Auch dieses Mal in der Kirche St. Maria Magdalena in Goch, wo die Choristinnen ein Programm mit Werken französischer Romantik sangen, ergänzt und begleitet an der neuen Seifert-Orgel von Matthias Nobel. Eine Kirche ist immer wieder eine sehr geeignete Wahl für die Frauenstimmen: mit glasklarem Klang und sauberer Intonation füllten sie das Kirchenschiff und nutzen die Akustik gekonnt aus. Von der Empore herab interpretierten sie das „Ave verum corpus“ von Camille Saint-Saens, das „Ave verum“, die „Messe basse“, das „Tantum ergo“ und „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré (arr. von J. Rutter) sowie Charles Gounods Terzett „Benedictus“. Ein homogener Gesamtklang zeichnete das Konzert aus, klar und fest aus einem Guss. Keine der Einzelstimmen versuchte, sich zu profilieren; das Klangideal war deutlich ein schnörkelloser, dabei facettenreicher Ensembleklang. Mit den Orgel-Soli „Prélude“ sowie der mächtigen „Hymne  au soleil“ von Louis Vierne sowie „Cantabile“ von César Franck füllte Matthias Nobel das Programm auf; eine schöne geistliche Abendmusik zum Schwelgen in Harmonie und Melodie. Für das abschließende Stück kamen die InCantata-Sängerinnen von der Empore herunter vor den Altar und beschlossen das Konzert mit einer vierstimmen Bearbeitung von Josef Gabriel Rheinbergers „Abendlied“ (Christoph Krott) – ein würdevoller Abschluss (auch ein weiteres Mal als Zugabe) von den brillanten Damen, die mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen bedacht wurden.